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Montag, Mai 17, 2021

Aufbruch zum Mond

Himmelfahrtskommando. Die City of Stars aus La La Land hat Damien Chazelle und Ryan Gosling nicht mehr gereicht – in ihrer zweiten Zusammenarbeit zieht es den Regie-Wunderwuzzi und seinen Leading Man auf Neil Armstrongs Spuren gleich selbst ins Weltall. Die Geschichte der ersten Mondlandung im Summer of 69, verpackt in ein poetisches Porträt eines getriebenen Pioniers.

 

Worum geht’s?

Seine Welt ist zusammengebrochen, also kann eigentlich gleich auch zu einer ganz neuen aufgebrochen werden. Nach dem Krebstod seiner kleinen Tochter beginnt sich der Raumfahrer Neil Armstrong (Ryan Gosling) mit an Besessenheit grenzendem Ehrgeiz in eine berufliche Aufgabe zu stürzen, der es in den sechziger Jahren nicht an Ambition mangelt: Das Programm, an dem er beteiligt ist, soll die Menschheit auf den Mond bringen. Als bei Tests Kollegen in Folge von dramatischen Unfällen zu Tode kommen und die Stimmung im Lande zu kippen droht, steigert sich Armstrong unter größter persönlicher Aufopferung nur noch verbissener in das Himmelfahrtskommando rein. Sehr zum Leidwesen seiner sorgengeplagten Frau Janet (Claire Foy): Die möchte es schließlich vermeiden, ihren Kindern eines Tages erklären zu müssen, dass ihr Vater nicht mehr nach Hause kommen wird. Doch im Summer of 69 steht die Mission der Apollo 11 bereits unmittelbar bevor …

Wer ist dabei?

Mit Whiplash sorgte Damien Chazelle aus dem Nichts für Furore, bereits mit seinem zweiten Film La La Land krönte er sich dann zum jüngsten Regie-Oscargewinner aller Zeiten. Für das Neil-Armstrong-Biopic First Man hat er erstmals nicht selbst das Drehbuch geschrieben, sondern sich mit dem für Spotlight ebenfalls oscarprämierten Josh Singer zusammengetan. Seit dem gemeinsamen Aufenthalt in der City of Stars bewährt ist hingegen des Regisseurs Partnerschaft mit Ryan Gosling, der hier erneut die Hauptrolle übernommen hat und beweist, dass er sich im Space genauso heimisch fühlt wie beim Schmettern von Showtunes.

Was wird geboten?

Dass sich übereifrige US-Patrioten drüber aufregen, dass Chazelle das ikonografische Verpflanzen der US-Flagge auf dem Mond ausgelassen hat, soll uns egal sein. Schließlich ging es ihm um etwas anderes: auf überaus poetische, aufwühlende wie audiovisuell aufregende Weise eines der zentralen Ereignisse des letzten Jahrhunderts aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten, aus der persönlichen Perspektive jenes traumatisierten Vaters, der die Mondmission maßgeblich geprägt hat. Ein großer Schritt für die Menschheit: Klar doch. Hier ist es aber der kleine Schritt dieses einen Mannes, der staunen macht.

Text:  Christoph Prenner, Skip Kinomagazin

Spielzeiten:

Fr,7.12.2018: 19:00

Sa,8.12.2018: 15:00&19:00

So,9.12.2018: 15:00

Freigegeben ab 12 Jahren!

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Unsere Spielzeiten

Freitag: 19 Uhr
Samstag: 15 & 19 Uhr
Sonntag: 15 Uhr

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